Biofeedback

Biofeedback: altgr. βίος bios "Leben" und engl. feedback "Rückmeldung".

Der Begriff Feedback kommt aus der Kybernetik und befasst sich mit den Gesetzmäßigkeiten im Ablauf von Steuerungs- und Regelungsvorgängen in Technik, Biologie, Medizin und Soziologie. Feedback ist hierbei die Rückmeldung von Ergebnissen ablaufender Vorgänge, wodurch diese wiederum kontrolliert und eventuell justiert werden können.

Biofeedback im Sinne einer wahrnehmbaren Rückmeldung physiologischer Abläufe soll dem Patienten helfen, sein "unerwünschtes" Verhalten (in diesem Fall Knirschen) zu ändern. Durch Lernprozesse können Körpervorgänge beeinflusst werden: "Die erstaunlichste Erkenntnis der Biofeedback-Forschung ist, dass die autonomen Körpervorgänge gar nicht autonom sind, sondern durch Lernprozesse beeinflusst werden können", sagt Lothar Niepoth (Diplompsychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Biofeedbacktherapeut der DGBfb (Deutsche Gesellschaft für Biofeedback), Supervisor der DGVT (Deutsche Gesellschaft f. Verhaltenstherapie) und BDP Supervisor / Lehrtherapeut (DGBfb).

Schon vor 30 Jahren wurden Biofeedback-Behandlungsmethoden bei Bruxisten untersucht und z.B. festgestellt:

  • eine Reduktion der Dauer, nicht jedoch der Frequenz der nächtlichen Knirsch-Episoden. (Rugh et al. 1981)
  • eine signifikante Reduzierung sowohl der Dauer als auch der Häufigkeit des nocturnalen Bruxismus, nicht jedoch beim diurnalen Bruxismus. (Pierce et al. 1988)
  • eine subjektiv gefühlte Verbesserung der Bruxismus-Folgeerscheinungen konnte durch Feedback-Methoden nachgewiesen werden. (Hudzinski et al.1987)
  • Vibrationsreize auf die maxillaren Zähne über eine okklusale Schiene sowohl zu einem signifikanten Absinken der Anzahl der EMG-Ereignisse/h als auch der Dauer jeden einzelnen Ereignisses führen kann. (Watanabe et al. 2001)

Um diese Methoden effektiv im täglichen Leben des Patienten umsetzen zu können sollten folgende Bedingungen erfüllt sein:

  • die angewendete Biofeedbackmethode muss für den jeweiligen Zweck passend sein - nicht alle Biofeedbacksignale haben den gleichen Effekt.
  • der Reiz muss sofort bei der Fehlhandlung einsetzen und genau so wichtig, bei Stoppen der Fehlhandlung sofort aufhören.
  • das Biofeedbackgerät sollte einfach und praktisch in der Handhabung sein um eine regelmässige Anwendung sicherzustellen.
  • die Schlafqualität des Patienten sollte nicht gestört sein.
  • das Biofeedbackgerät sollte während der gesamten Behandlungszeit (z.B. der Schlafperiode) richtig positioniert und funktional sein.

bruxane erfüllt diese Anforderungen weil:

  • sie wirkt direkt am Ort des Geschehens.
  • sie spricht gleichzeitig zwei Sinne an (Vibration und Akustik).
  • die Vibration wird direkt durch das Knirschen der Zähne ausgelöst und nicht indirekt durch z.B. Muskelaktivität.
  • die  Vibration setzt sofort bei dem Knirschen ein und stoppt sobald das Knirschen aufhört.
  • sie ist einfachst in der Handhabung (keine Programmierung notwendig).
  • sie stört den Schlaf des Patienten nicht, da sie unterbewusst wirkt. Nur in den seltensten Fällen wachen wenige der Patienten von einzelnen Vibrationen auf.
  • sie ist so einfach anzuwenden wie eine normale Zahnschiene.

Biofeedback ist eine Methode, mit der man körpereigene Signale, die normalerweise nicht unter unserer willentlichen Kontrolle ablaufen, zurückmelden und gezielt beeinflussen kann. Damit kann man Stress abbauen und bestehende Krankheiten lindern oder heilen. Das Verfahren ist wissenschaftlich erprobt und wird erfolgreich in der Medizin eingesetzt. Auch in der Behandlung von Bruxismus zeigt es beste Ergebnisse.

Ihre Zahnärztin/Ihr Zahnarzt berät Sie bzgl. einer bruXane-Behandlung.