Inhaltsverzeichnis

  1. Bedeutung von Stress für Bruxisten
  2. Ursachen & Folgen von Stress
  3. So entsteht Stress
  4. Arten von Stress
  5. Körperliche und psychische Reaktionen auf Überlastung
  6. Tipps zur Stressbewältigung und Vorbeugung
  7. Mögliche Folgen von Bruxismus
  8. bruXane: natürliche & anhaltende Therapie von stressbedingtem Bruxismus

Stress ist weit mehr als eine ‘reine Kopfsache’ und kann das körperliche Wohlbefinden massiv beeinträchtigen. Dies reicht von sofort spürbaren Beschwerden, wie den sprichwörtlichen ‘Bauchschmerzen’, bis hin zu unbewussten Stressreaktionen, wie dem Zähneknirschen.

Dieses unbewusste Zusammenpressen und aufeinander Reiben der Zähne wird fachsprachlich als Bruxismus bezeichnet und kann zu ernsten Gesundheitsproblemen führen. Folgendes sollte man über den Zusammenhang von Zähneknirschen und Stress wissen:

  • Stress wirkt sich auf Körper & Psyche aus und ist u. a. eine häufige Ursache für Bruxismus.
  • Stressauslösende Faktoren & Stressreaktion sind individuell sehr verschieden – und so gilt es, auch für die Stressbewältigung stets individuell passende Strategien zu finden.
  • Biofeedback bietet einen bewährten Therapieansatz bei stressbedingtem Bruxismus: Die innovative bruXane Biofeedback-Zahnschiene schont die Zähne und kann das nächtliche Zähneknirschen messbar und dauerhaft reduzieren. Zudem unterstützt die Datenaufzeichnung die persönliche Ursachenanalyse und kann helfen, mögliche Stressoren zu identifizieren.

Die Bedeutung von Stress für Bruxisten


Stressbedingter Bruxismus bleibt oft über längere Zeit unerkannt: Das Pressen und Knirschen verursacht zwar durchaus spürbare Symptome, doch sind diese oft eher unspezifisch – in vielen Fällen wird der Zusammenhang erst hergestellt, wenn sich der Partner bzw. die Partnerin über die nächtlichen Knirschgeräusche beschwert oder der Zahnarzt anhand der typischen Schliffspuren eine Bruxismus-Diagnose stellt. Mehr über diese Funktionsstörung, ihre verschiedenen Ausprägungen und gesundheitlichen Auswirkungen lesen Sie hier: Bruxismus – was ist das eigentlich?

Bei vielen Bruxisten wird Stress als auslösender bzw. verstärkender Faktor für den Bruxismus identifiziert:

  • Wissenschaftliche Studien zeigen, dass die Kaubewegung einen beruhigenden Effekt bei Stress haben kann, messbar anhand des Cortisol-Levels im Speichel.
  • Bruxismus kann auch durch einen erhöhten Konsum von Koffein, Alkohol und/oder Nikotin begünstigt werden.1 Insofern kann das Zähneknirschen durch Stress auch indirekt verstärkt werden, da viele Menschen gerade in Stresssituationen verstärkt zu diesen Genussmitteln greifen – von Kaffee und Energydrinks als ‘Wachmacher’ bei spätabendlichen Überstunden bis zum hochprozentigen ‘Absacker’ vor dem Schlafengehen.2

Stressbedingter Bruxismus kann sowohl nachts im Schlaf als auch als unbewusste Kaumuskelaktivität tagsüber auftreten – nicht umsonst gibt es die Redewendung, man müsse bei Stress ‘die Zähne zusammenbeißen’.

Stress ist zwar eine sehr häufige, aber längst nicht die einzig mögliche Ursache für Bruxismus. Lesen Sie hier, welche weiteren Faktoren das Zähneknirschen begünstigen können: Ursachen von Bruxismus.

Wie Stress entsteht und was er bewirkt


Stress ist ein allgemein verbreitetes und doch stets subjektiv erlebtes Phänomen. Umgangssprachlich ist der Begriff Stress eindeutig negativ konnotiert, in der Wissenschaft jedoch unterscheidet man positiven und negativen Stress. Stressbedingte Gesundheitsprobleme sind vor allem bei starkem und/oder dauerhaftem Negativ-Stress zu erwarten.

Die Entstehung von Stress

Stressauslösende Faktoren werden als ‘Stressoren’ bezeichnet. Man unterscheidet:

  • physische und physikalische Stressoren wie Hunger, Kälte, Verletzungen oder Lärm
  • psychosoziale Stressoren wie Mangel an Sicherheit, Kontakt und Anerkennung
  • Entwicklungsaufgaben wie Auszug aus dem Elternhaus, Berufseinstieg, Ruhestand
  • Lebenskrisen wie Trennung vom Partner, Geburt eines Kindes, Arbeitslosigkeit
  • Alltagswidrigkeiten wie der verspätete Bus, der kaputte Wasserkocher und das quengelnde Kleinkind, gerade im Zusammentreffen mit anderen Stressoren3

Stress entsteht also im Zusammenspiel von Mensch und Umwelt. Was dabei genau geschieht, kann mit verschiedenen Stressmodellen beschrieben werden:

  • Das transaktionale Stressmodell betrachtet Stress als Prozess: Grundsätzlich muss jeder Mensch tagtäglich verschiedenste Anforderungen der Umwelt bewältigen. Wenn eine bestimmte Umweltanforderung die persönlichen Fähigkeiten zu deren Bewältigung stark beansprucht oder übersteigt, kommt es zu Stress.
  • Das kybernetische Stressmodell betrachtet Stress als Resultat des Vergleichs zwischen Ist- und Wunschzustand: Wenn ein Mensch in einem relevanten Bereich eine Diskrepanz zwischen der aktuellen Situation und seinen persönlichen Wünschen, Werten und Zielen erlebt, kommt es zu Stress.4

Beide Modelle zeigen, dass die Wahrnehmung und Bewertung sowohl der Stresssituation als auch der eigenen Fähigkeiten und Ressourcen entscheidend für das individuelle Stressempfinden ist.

Welche Arten von Stress gibt es?

Eine wichtige Unterscheidung in Bezug auf das individuelle Stressempfinden wurde bereits in den 1970er Jahren von Hans Selye, einem Pionier der Stressforschung eingeführt:

  • Disstress wird negativ empfunden, wirkt hemmend und ist gesundheitlich belastend
  • Eustress wird positiv erlebt, wirkt aktivierend und ist weitaus weniger belastend.5

Wer bspw. eine neue Aufgabe übertragen bekommt, dies als positive Herausforderung betrachtet und sich hochmotiviert in alle Details einarbeitet, erlebt Eustress – wer sich damit jedoch überfordert und ggf. auch unfair behandelt fühlt und die neue Aufgabe nur ‘zähneknirschend’ übernimmt, empfindet Disstress.

Die zweite Unterscheidung bezieht sich nicht auf die Art, sondern die zeitliche Dimension von Stress:

  • akuter Stress bezeichnet eine einzelne Stress-Episode, die dem Muster “Aktivierung - Stress - Erholung” folgt und bei erfolgreicher Bewältigung auch einen Trainingseffekt für künftige Stress-Episoden haben kann.
  • chronischer Stress bedeutet, dass der Stress zu lange anhält und/oder zu häufig auftritt und es keine ausreichende Erholungsphase mehr gibt, was zu Erschöpfung und Gesundheitsproblemen führen kann.6

Körperliche und psychische Reaktionen: Wie sich eine Überlastung äußert

Stress ist, wie oben dargestellt, ein wichtiger Risikofaktor für Bruxismus. Doch er trifft nicht nur die Zähne: Die Symptome von Stress sind äußerst vielfältig und können sowohl Körper als auch Geist betreffen. Man unterscheidet:

  • kognitive Reaktionen wie Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Entscheidungsschwierigkeiten und stress-steigernde Gedanken
  • emotionale Reaktionen wie Nervosität, Aggressionsbereitschaft, Ausgebranntsein und Depressionen
  • vegetative Reaktionen wie Migräne und Schwindel, Übelkeit und Verdauungsbeschwerden, Schlafstörungen und chronische Müdigkeit
  • muskuläre Reaktionen wie Verspannungen, Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen, motorische Unruhe und Zähneknirschen 7

Tipps zur Stressbewältigung und Vorbeugung


Die obigen Absätze zeigen ganz klar: Stress ist ein komplexes Phänomen, das man im Interesse der eigenen Gesundheit nicht ignorieren oder auf die leichte Schulter nehmen sollte. Besser ist es, den Stress proaktiv anzugehen – dabei haben sich folgende drei Strategien bewährt:

  • Stressoren erkennen und bestmöglich reduzieren, bspw. durch besseres Zeitmanagement
  • Belastbarkeit langfristig stärken, bspw. durch aktive Entspannung
  • Stressreaktion kurzfristig ‘entschärfen’, bspw. durch positive Selbstgespräche8

Eine ausführliche Darstellung zum Thema Stressbewältigung finden Sie in diesem Beitrag: “Was tun bei stressbedingten Bruxismus”.

Mögliche Folgen von Bruxismus


Wenn der alltägliche Stress durch Kieferpressen und Zähneknirschen bewältigt wird, führt dies schnell zur Überlastung des Kauapparats:

  • Die Zahnoberflächen zeigen oft typische Mahlspuren, auch die Zahnsubstanz und der Zahnhalteapparat können durch den enormen Druck geschädigt werden.
  • Die Kiefergelenke reagieren auf die enorme Belastung häufig mit Schmerzen, eingeschränkter Beweglichkeit und Knackgeräuschen.
  • Die Muskeln verspannen sich und schmerzen, wobei sich die Symptome von der Kaumuskulatur oft bis in die Nacken-, Schultern- und Rückenmuskeln ziehen.

Eine ausführliche Darstellung der Bruxismus-Symptome im zahn- & allgemeinmedizinischen Bereich haben wir hier für Sie zusammengestellt: Folgen von Bruxismus.

Setzen Sie auf bruXane zur natürlichen und anhaltenden Therapie von stressbedingtem Bruxismus


Wenn Bruxismus als Ursache von Zahnproblemen, Muskelschmerzen und anderen Beschwerden identifiziert oder vermutet wird, stellt sich die Frage nach einer wirksamen Behandlung: Bei Wachbruxismus haben sich psychologische Verfahren bewährt, bei Schlafbruxismus wird traditionell eine Aufbissschiene verschrieben, die umgangssprachlich auch als Knirscherschiene bekannt ist. Einen Überblick über diese und weitere Therapieoptionen finden Sie in unserem Beitrag “Bruxismus behandeln”.

Die klassische Knirscherschiene kann jedoch lediglich die Zahnoberflächen schützen – das Grundproblem, nämlich das nächtliche Knirschen und Pressen, bleibt weiterhin bestehen.

Hier bietet die bruXane Biofeedback-Zahnschiene eine innovative und nachweislich wirksame Behandlungsoption: Sie wird, wie eine herkömmliche Schiene, im Mund getragen und schützt damit die Zähne. Vor allem aber kann der integrierte Biofeedback-Mechanismus die nächtliche Bruxismus-Aktivität dauerhaft um mehr als 70 % reduzieren und damit auch die damit verbundenen Beschwerden lindern.9

  • Biofeedback bedeutet, vereinfacht gesagt, dass man unerwünschte Verhaltensweisen mit einer Rückmeldung koppelt, so dass der Patient diese wahrnehmen und nach einer gewissen Lernphase ‘abtrainieren’ kann. Mehr dazu lesen Sie hier: Biofeedback in Theorie & Praxis.

Für Bruxismus-Betroffene, die das innovative Schienenkonzept schnell und kostengünstig testen wollen, empfehlen wir bruXane 2Go – eine Biofeedback-Schiene in Einheitsgröße, die im Ober- oder Unterkiefer getragen werden kann: Viele Nutzer berichten von einer deutlichen Symptomlinderung schon nach den ersten Nächten!

Für den längerfristigen Einsatz empfiehlt sich bruXane personal – eine individuell angepasste Zahnschiene, die die Biofeedback-Technologie mit persönlicher Passform verbindet.

Besonders hilfreich bei stressbedingtem Bruxismus ist das Modell bruXane personal data mit integriertem Knirschtracker: Hier wird die nächtliche Kaumuskelaktivität mit einem Mikrocontroller aufgezeichnet und dies kann die Analyse persönlicher Stress-Muster unterstützen.

Wissenschaftliche Quellen


1 Deutsche Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und -therapie in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGFDT) und Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK): Diagnostik und Behandlung von Bruxismus. S3-Leitlinie, Langversion, S.13. AWMF-Registernummer: 083-027. Stand: Mai 2019. URL: https://www.dgzmk.de/documents/10165/1373255/083-027_S3_Bruxismus_Langversion.pdf/523e36be-0eef-440f-83d6-9b19e1b0a284 (im Folgenden: S3-Leitlinie “Bruxismus”). 

2 Heidi Eppel: Stress als Risiko und Chance. Grundlagen von Belastung, Bewältigung und Ressourcen. Kohlhammer Verlag 2007, S. 71. 

3 Heidi Eppel: Stress als Risiko und Chance. Grundlagen von Belastung, Bewältigung und Ressourcen. Kohlhammer Verlag 2007, S. 71. 

4 Julia Reif, Erika Spieß, Peter Stadler: Effektiver Umgang mit Stress. Springer-Verlag 2018, S. 44ff. 

5 Reinhard Fuchs, Markus Gerber: Handbuch Stressregulation und Sport. Springer-Verlag 2017, S. 27-28. 

6 Stächele, Tobias, Heinrichs, Markus, Domes, Gregor: Ratgeber Stress und Stressbewältigung. Hogrefe Verlag 2020, Kapitel 1.1. 

7 Angelika Wagner-Link: Aktive Entspannung und Stressbewältigung: wirksame Methoden für Vielbeschäftigte. expert verlag 2009, S. 43-45. 

8 Angelika Wagner-Link: Aktive Entspannung und Stressbewältigung: wirksame Methoden für Vielbeschäftigte. expert verlag 2009, S. 55. 

9 Bergmann, A., Edelhoff, D., Schubert, O. et al.: Effect of treatment with a full-occlusion biofeedback splint on sleep bruxism and TMD pain: a randomized controlled clinical trial. In: Clinical Oral Investigations, 2020, 24, S. 4005–4018, https://doi.org/10.1007/s00784-020-03270-z, Volltext als PDF: https://link.springer.com/epdf/10.1007/s00784-020-03270-z?sharing_token=7_Bx_T49DrJkiRxLbkIm6Pe4RwlQNchNByi7wbcMAY6jYXvk0gl_2A1tEncgaQ4zftEF2hRo68zP-K_-9tlLvCSH91BtQVh1cFe6dAnviMgVsUQktXOT4NM00ZMrySm7HpK6_FGZwQ8fOs1lsePOX-vb-NlrtLxjTAoZaTdvRDE%3D